Prof. Dr. Kurt Hahlweg
„Noch immer werden viel zu viele Kinder Opfer elterlicher Gewalt. Kinder haben aber ein Recht auf gewaltfreie Erziehung, deshalb brauchen Eltern Erziehungsfertigkeiten, die eine positive Alternative
zur Anwendung von psychischer und physischer Aggression und Gewalt bieten.
Deshalb bemühe ich mich, entsprechende Elternprogramme für eine „Positive Erziehung“ zu entwickeln, in ihrer Wirksamkeit zu untersuchen und sie möglichst vielen Eltern zur Verfügung zu stellen.“
Background
Prof. Dr. Kurt Hahlweg, Psychologischer Psychotherapeut, geb. 1947, Studium der Psychologie, heute Professor für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Diagnostik an der Technischen Universität Braunschweig. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen: Familieninteraktion und psychische Störungen (Schizophrenie, Depression, Angststörungen); Ehe- und Familientherapie; Prävention von Beziehungsstörungen und kindlichen Verhaltensstörungen.
Kernkompetenz
Interaktionsdiagnostik; Analyse dyadischer und familiärer Kommunikationsprozesse;
Untersuchungen von familiären Interaktionsmustern und deren Beziehung zu Krankheitsvariablen; Prädiktion von Ehestabilität und –qualität; Verhaltenstherapeutische Ehe- und Partnertherapie; Entwicklung und Evaluation von Präventionsprogrammen.
Projekte
- Triple P (Positive Parenting Program) ist ein Erziehungskonzept mit dem Ziel Eltern bei der Kindererziehung zu unterstützen. Das Programm gibt Anregungen zum Aufbau einer positiven Beziehung zum Kind, zur Förderung kindlicher Entwicklung sowie zum Umgang mit Problemverhalten. Besonderes Gewicht wird dabei auf die positive Zuwendung und angemessene Kommunikation gelegt.
Triple P bietet interessierten Eltern durch lizensierte Trainer bundesweit Unterstützung an, sowohl in Form von telefonischer und persönlicher Beratung, als auch in Form von Trainingskursen für Eltern (Weitere Informationen s. www.triplep.de oder PAG Institut für Psychologie, Münster, Tel.: 0251-51 89 41). - „Zukunft Familie“ ist eine Entwicklungs- und Präventionsstudie in Braunschweiger Kindertagesstätten, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG. Untersucht werden die Ursachen von positiven und negativen Entwicklungsverläufen von Kindern, Eltern und Familien im Zuge des Älterwerdens der Kinder und die Wirksamkeit von präventiven Interventionen.
Ausgewählte Publikationen
Hahlweg, K. & Ehlers, A. (Hrsg.). (1997). Psychische Störungen und ihre Behandlungen. Enzyklopädie der Psychologie, Serie II: Klinische Psychologie, Band 2. Göttingen: Hogrefe.
Hahlweg, K. & Dose, M. (1998). Schizophrenie. Fortschritte der Psychotherapie, Bd. 2. Göttingen: Hogrefe.
Hahlweg, K. (1996). Fragebogen zur Partnerschaftsdiagnostik (FPD). Göttingen: Hogrefe.
Schindler, L., Hahlweg, K. & Revenstorf, D. (1998). Partnerschaftsprobleme: Diagnose und Therapie. Therapiemanual. 2., aktualisierte, vollständig überarbeitete Auflage. Berlin, Heidelberg, New York: Springer.
Schindler, L., Hahlweg, K. & Revenstorf, D. (1999). Partnerschaftsprobleme: Möglichkeiten der Bewältigung. Ein Handbuch für Paare. 2., aktualisierte, vollständig überarbeitete Auflage. Berlin, Heidelberg, New York: Springer.
Kuschel, A., Miller, Y., Köppe, E., Lübke, A., Hahlweg, K. & Sanders, M. (2000). Prävention von oppositionellen und aggressiven Verhaltensstörungen bei Kindern: Triple P - ein Programm zu einer positiven Erziehung. Kindheit und Entwicklung, 9, 20-29.
Hahlweg, K. (2001). Bevor das Kind in den Brunnen fällt: Prävention von kindlichen Verhaltensstörungen. In W. Deutsch & M. Wenglorz (Hrsg.), Zentrale Entwicklungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen (S. 189-241). Stuttgart: Klett-Cotta.
Heinrichs, N., Saßmann, H., Hahlweg, K. & Perrez, M. (2002). Prävention kindlicher Verhaltensstörungen. Psychologische Rundschau, 53, 170-183.
Ehlers, A. & Hahlweg, K. (Hrsg.) (2002). Psychische Störungen und körperliche Krankheiten im Kindes- und Jugendalter. Psychologische Rundschau, 53, 157-204.
Kontakt
Tel.: 0531/391-3623
Fax: 0531/391-3623
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