PD Dr. Mechthild Schäfer
"Kinder haben ein Recht auf die Achtung ihrer Würde und auf Respekt. Dieses muss überall gelten wo sich Kinder bewegen und wo sie immer auch lernen. In der Schule sind Eltern und Lehrer gleichermaßen
dafür verantwortlich, dass die Würde eines Kindes uneingeschränkt geachtet wird. Nur wer Respekt erfährt, kann andere Respekt erfahren lassen."
Background
Dr. Mechthild Schäfer ist Privatdozentin am Department für Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Sie lehrt Entwicklungspsychologie mit Schwerpunkten wie Entwicklungsstörungen, Angewandte Entwicklungspsychologie oder Beratungskonzepte und Pädagogische Psychologie. Ihre Forschung konzentriert sich auf Themengebiete wie Beziehungen im Kindes- und Jugendalter, Aggression und Mobbing in Schulklassen als Gruppenphänomen, Stabilität von Mobbingrollen, Konsequenzen von Mobbing, die Bedeutung des Kontexts für soziale Rollen und die Determinanten der Wahrnehmung von Lehrern im Umgang mir Schülerproblemen.
Kernkompetenz
Analyse von Beziehungen im Kindesalter, Beobachtung von Interaktionsmustern in Kindergruppen, Entwicklungsstörungen, Analyse von Mobbingrollen über längere Zeiträume, die Dynamik von eingesetzter Aggression in festen Gruppen, Mehrebenenanalysen zu Bestimmung differentieller Mobbingausprägungen in unterschiedlichen Kontexten (Klassen, Schulen), Beratungskonzepte allgemein und in spezieller Anwendung auf das Problem Mobbing.
Projekte
Die spannendsten Projekte der letzten Jahre sollten folgende Fragestellungen beantworten:
- Wie viele Kinder und Jugendliche sind von Mobbing betroffen?
- Einmal Opfer, immer Opfer? – einmal Täter, immer Täter? Zur Stabilität von Mobbingrollen zwischen Grund- und weiterführender Schule.
- Die Rollen der Mitschüler beim Mobbing - Wer hilft? Wer tritt noch mal hinterher?
- Die Konsequenzen von Mobbing in der Schulzeit für das Erwachsenenleben.
Im Augenblick untersuchen wir:
- Wie erklärt man, dass Opfer beim Mobbing immer mutloser reagieren? (erlernte Hilflosigkeit?)
- Wodurch tragen z.B. die Mitschüler dazu bei, dass Mobbing sehr lange andauert?
- Hängt es von der Schule ab, ob Lehrer bereitwilliger eingreifen, wenn sie von Mobbing erfahren?
Ausgewählte Buch-Publikationen
Mechthild Schäfer und Dieter Frey (1999). Aggression und Gewalt und Kindern und Jugendlichen. Göttingen: Hogrefe
Schäfer, M. & Korn, S. (2004).Mobbing in der Schule (S. 275-286). In: Deutsches Kinderhilfswerk e.V. (Hrsg.). Kinderreport Deutschland 2004. München: Kopaed
Schäfer, M. (2005). Gruppenaggression im Klassenzimmer und seine Wirkung auf Kinder und Jugendliche. In Stier, B. & Weissenrieder N. (Hrsg.) Handbuch Jugendmedizin. New York: Springer
Schäfer, M. & Kulis, M. (2005) Immer gleich oder manchmal anders? Zur Stabilität der Opfer-, Täter- und Mitschülerrollen beim Bullying in Abhängigkeit von Kontextmerkmalen (S. 220-236). In: Angela Ittel und Maria v. Salisch.(Hrsg.) Lästern, Lügen, Leiden:
Aggressionen unter Kindern und Jugendlichen. Stuttgart: Kohlhammer
Schäfer, M. & Korn, S. (2005). Gewalt fängt im Kleinen an: Zur Stabilität von Mobbing zwischen Grund- und weiterführender Schule (S. 88-113). In. Inge Seiffge-Krenke (Hrsg.). Aggressionsentwicklung zwischen Normalität und Pathologie. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Neumann, M., Frey, D. & Schäfer, M. (2001): Determinanten von Zivilcourage und Hilfeverhalten (S. 93-122). In: H.-W. Bierhoff und Detlef Fechtenhauer (Hrsg.): Solidarität. Opladen: Leske und Budrich.
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